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Wissenswertes

Mensch und Hund im Altersvergleich
Tierschutzgesetz
Das neue Tierschutzgesetz ist ab dem 1. September 2008 in Kraft getreten. Mehr dazu aus dem Bundesamt für Veterinärwesen www.bvet.admin.ch .


Auszug aus dem Bundesamt für Veterinärwesen online:
Der Hund ist „Der beste Freund des Menschen", ein „treuer Gefährte", ein „tapferer Beschützer", ein „Herz auf vier Pfoten" - aber auch ein „Köter", eine „Bestie", ein „Killer", eine „Kampfmaschine" - je nach Sichtweise.

Tatsache ist: Hunde stammen von Wölfen ab. Das soziale Umfeld im Rudel hat bei den Wölfen zu einer hohen sozialen Intelligenz geführt: Für einen Wolf ist es lebenswichtig, die Stimmung eines Rudelgenossen richtig einzuschätzen. Ebenso haben Hunde eine einzigartige Fähigkeit erworben, Stimmungen von Menschen zu spüren und darauf zu reagieren. Kein anderes Heim- oder Haustier kann das in diesem Ausmass.

Die neue Tierschutzgesetzgebung sieht eine Ausbildungspflicht für Hundehalter vor. Künftig müssen Sie vor dem Kauf eines Hundes einen theoretischen Kurs besuchen. Wenn Sie den Hund erhalten, müssen Sie im ersten Jahr ein Training zusammen mit Ihrem Hund absolvieren. Dabei lernen Sie die Bedürfnisse und das Verhalten ihres Hundes kennen und wie Sie ihn in verschiedenen Alltagssituationen unter Kontrolle halten können.

Die Ausbildungsvorschriften gelten bereits ab 1. September 2008. Wer dann bereits Hunde hat, muss nur noch beim Kauf eines neuen Hundes das Training absolvieren. Wer aber erst im Herbst 2008 einen Hund kauft, muss den theoretischen Kurs und das Training bis spätestens 1. September 2010 gemacht haben.

Zur Broschüre " Hunde richtig halten" [744 KB] vom 09.07.2009 aus der Website des BVet können sie hier [744 KB] als pdf öffnen.

Kantonale (ZH) Abstimmung vom 30.11.2008
An diesem Tag fand eine emotionale Abstimmung über sogenannte Kampfhunde, bzw. vier Hunderassen, die verboten werden sollten, statt. Die Initiative wurde angenommen und die Hunde der Rassen Bullterrier, Staffordshire Terrier, American Staffordshire Terrier und Pit-Bull damit im Kanton Zürich als nicht lebensberechtigt erachtet!

Tragisch wirkt sich die Abstimmung in dem Sinn auf das Leben aus, dass die Menschen nun glauben, dass es keine "gefährliche" Hunde mehr geben wird. Dabei sagen der gesunde Menschenverstand und richtig geführte Statistiken aus, dass nicht dieses Ende der Leine massgebend für die Gefährlichkeit eines Hundes ist. Ein Hund wird das, was wir aus ihm machen. Machen wir gar nichts aus ihm, wird er seinen Ur-Instinkten folgen und wieder Wolf werden.

Fazit: Analog diesem Rassenkatalog wäre doch nun auch mit Menschen zu verfahren, um das Dasein sicherer zu machen. Das wäre mit Sicherheit einiges effektiver.



Evolution
Homo sapiens und die Caniden
Bei der Entwicklung des Menschen......

waren Wolf und Hund stets dabei.

Phase 1: Mensch und Wolf erscheinen
Vor etwa 2 Millionen Jahren entstehen die ersten Frühformen des Menschen und des Wolfes (Homo erectus vor zirka 1,85 Mio. Jahren, die ersten Wolfsvorfahren vor zirka 2 Mio. Jahren). Der Homo erectus fertigt primitive Werkzeuge an, mit denen er jagen, Feuer machen und einfache Kleidungsstücke herstellen kann. Seine Heimat ist der afrikanische Kontinent.

Phase 2: Friedliche Koexistenz
Vor etwa 600'000 Jahren dringen diese frühen Menschen (Homo heidelbergensis) in Europa ein. Hier waren bis dahin Wölfe die herrschenden Raubtiere. Doch das ausreichend grosse Nahrungsangebot macht eine friedliche Koexistenz möglich, obwohl beide Spezies die gleichen Beutetiere jagen, denselben Lebensraum bewohnen.

Phase 3: Erste Annäherung
Vor etwa 150'00 Jahren. Angezogen durch Abfälle, beginnen einzelne Wölfe, sich menschlichen Lagerstätten zu nähern. Vielleicht sind es ausgestossene, schwache und sehr hungrige Tiere, die auf diese Weise wieder zu Kräften kommen und sich erneut vermehren. Sie bleiben fortan in der Nähe der Menschen, und ihre Nachkommen gewöhnen sich mehr und mehr an die Zweibeiner.

Phase 4: Frühe Gemeinschaft
Vor 40'000 bis 135'000 Jahren. Menschen erkennen die Vorteile der Begleitung durch frühe Hundeformen. Die Tiere übernehmen die Reinigung des Lagers, indem sie die verderblichen Reste der Beutetiere beseitigen und halten auf diese Weise Ungeziefer und andere Raubtiere fern.

Phase 5: Beginn der Koevolution
Vor 15'000 bis 40'000 Jahren. Die frühen Hunde warnen vor den Angriffen feindlicher Stämme oder wilder Tiere. Sie helfen bei der Jagd, beim Aufspüren und Stellen die Beute. Menschen beobachten das differenzierte Sozialverhalten der Caniden. Eine lange Phase beidseitigen Lernens und gegenseitiger Prägung nimmt ihren Lauf.

Phase 6: Die Gefährten
Vor etwa 3'000 Jahren: Hunde werden als Gebrauchshunde abgerichtet, die Rassezucht beginnt. Fortan werden sie als Kampfhunde in Kriegen, als Hütehunde bei der Viehzucht, als Zug- und Transporttiere eingesetzt. Mit der Bildung sesshafter Agrargesellschaften kommt es zur Feindschaft zwischen alten Gefährten. Wölfe reissen vereinzelt Weidevieh und ziehen den Zorn des Menschen auf sich. Die Verhältnisse polarisieren sich: Hunde werden zu Freunde, Wölfe zu erbitterten Feinden. Ein Vernichtungsfeldzug führt zur weitgehenden Ausrottung der Wölfe in Europa und Amerika.

Phase 7: Sozialpartnerschaft
Bis in die heutige Zeit: Hunde sind zum Partner des Menschen geworden. Sie werden als Familienmitglied betrachtet und haben sich ihrerseits vollkommen auf den Menschen eingestellt. Der Mensch profitiert in vielfacher Hinsicht von dieser Gemeinschaft. Neben zahlreichen positiven Einflüssen auf die Gesundheit belegen weitere Studien, dass auch die kindliche Sozialisation durch Anwesenheit eines Hundes positiv beeinflusst wird. So sind die Sozialkompetenz und die emotionale Stabilität besser ausgebildet, wenn ein Kind mit einem Hund zusammen aufwächst. Weitere Auswirkungen: bessere Schulleistungen und geringere Fehlzeiten.

Wissenschaft & Spekulation
Die Forschungsgebiete der Evolutionsbiologie und Paläoanthropologie befassen sich mit der Entstehungsgeschichte und der Entwicklung des Lebens. Auf der Basis uralter Fossilfunde und modernster Analysetechnik werden Theorien und Modelle entwickelt. Aber über Ereignisse und Entwicklungen, die zum Teil Jahrmillionen zurückliegen, können oft nur Vermutungen angestellt werden. Daher weichen die Vorstellungen einzelner Wissenschaftler häufig stark voneinander ab. Bei den im Text dargestellten Thesen handelt es sich um eine Synthese unterschiedlicher Forschungsansätze aus verschiedenen Fakultäten.

(Quelle: Zeitschrift "dogs" Nr. 5/2007, Juli-August)


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30 Jan 2012 | roland.oechslin@kvembrach.ch

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